Giambattista Bodoni, Sohn eines Buchdruckers aus einer italienischen Buchdruckerfamilie, ging als Achtzehnjähriger aus seinem piemontesischen Geburtsort Saluzzo nach Rom, wo er in der »Vatikanischen Offizin« zu einem geschickten Stempelschneider ausgebildet wurde.

1767 berief ihn der Marquis Telino an die Spitze der »Stamperia reale«, die die Herzöge von Parma nach dem Muster der Pariser »Königlichen Druckerei« eingerichtet hatten.

1768 wurde er von Herzog Ferdinand von Parma zum Leiter der Druckerei berufen.

Anfänglich unter dem Einfluß der Schriften und Typen von Pierre Simon Fourniers d.J. stehend, entwickelte Bodoni sehr frühzeitig sein eigenes Schriftenmaterial.

1771 erscheint sein erstes Schriftmusterbuch, »Saggio tipografico di fregi e maiscula«.

1775 erscheint anläßlich einer Fürstenhochzeit ein in fünfundzwanzig verschiedenen Sprachen gedrucktes Buch »Epithalamia exoticus linguis reditta«.

1785 druckt er die »Ilias«.

1791erlaubt ihm der Herzog von Parma die Errichtung einer eigenen Druckerei, um ihn zu binden.

1793 erscheint eine Prachtausgabe von Vergil.

1794 Tassos »Gerusalemme liberata« in drei Folianten.

1798 entwirft Bodoni eine Antiquaschrift mit starken Grund- und feinen Haarstrichen.

1806 druckt er das »Vaterunser« in 155 Sprachen.

1808 eine Ausgabe von Homer, die dem Napoleon gewidmet ist.

1812 wird der »Télémanque« von Fénelons gedruckt.